Bilder zum Sprechen bringen Handlungs- und Produktionsorientierte Zugänge und Methoden des Umgangs mit Bildern

par Florian Niehaus, formateur d’histoire / histoire bilingue au Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung à Aix-la-Chapelle, professeur de français et d’histoire  en section bilingue au Sankt Leonhard-Gymnasium à Aix-la-Chapelle

Begegnen

A Fünf-Sinne-Check

  Hören   Sehen   Fühlen   Schmecken   Riechen

B Begriffe Assoziieren

  Verben   Adjektive   Gegenstände/Personen   Abstrakta

C Écriture automatique (nach André Breton)

Methode des ungebremsten, „unzensierten“ Schreibens „ohne Eingreifen des kritischen Ichs“. Der (z.B. 5minütige) Schreibfluss soll möglichst nicht stocken. Es dürfen auch Wörter und Sätze auftauchen, die nichts mit dem Thema zu tun haben.

D Drei Distanzen

Vergleichen Sie Eindrücke zum Bild aus 1. Nahdistanz (ca. 1m), 2. Optimaldistanz (je nach Bildgröße) und 3. Ferndistanz (anderes Raumende).

Grafisches Erfassen

A Strukturskizze

Zeichnen Sie das Bild in seiner Struktur nach: Geben Sie die (für Sie) wesentlichen Bildelemente, in einfachen geometrischen Formen (Kreise, Ellipsen, Rechtecke…) und deren Verhältnis im Raum zueinander (ggf. mit Richtungslinien) wieder.

B Bild zu Wort

vgl. auch oben „Begriffe Assoziieren“ als Vorarbeit

Zeichnen Sie das Bild mit Wörtern nach: Geben Sie die (für Sie) wesentlichen Bildelemente mit Wörtern (in unterschiedlicher Größe, Position, Frequenz, Richtung) wieder. Verwenden Sie v.a. Adjektive (für Farben, Geräusche…), aber natürlich auch Substantive. Probieren Sie auch Verben aus, um etwa Bewegung auszudrücken.

Narrativieren

A Drei Szenen

Stellen Sie eine Folge von drei Bildern dar:

Was ist vor der Szene in Ihrem Bild passiert – was danach?

5 Minuten vorher Ihr Bild 5 Minuten nachher

Wie haben sich die Standorte der Figuren verändert? Wer ist hinzugekommen/gegangen?

B Bilddialog

a. Mit dem Bild (Einzelarbeit)

Variante 1: Eine Figur oder ein Objekt aus dem Bild spricht (zum Betrachter im Museum). Verfassen Sie seinen Monolog!

Variante 2: „Das Bild“ erzählt von einem normalen Museumstag; Wer bleibt stehen, was tun die Beobachter/worauf achten sie? Was fällt ihnen auf? Was übersehen sie?

b. Interview

Variante 1: Interviewen Sie als (neugieriger, ahnungsloser…) Betrachter eine Figur/ein Objekt aus dem Bild. Stellen Sie kritische Fragen.

Variante 2: Interviewen Sie das Bild zu seiner Vergangenheit: Wie es entstanden ist – von wem beauftragt, zu welchem Zweck, was genau die Idee war, wie zufrieden es mit der Umsetzung ist wie es dann (immer wieder) verkauft/verschenkt/geraubt wurde und warum, an einem Wettbewerb teilgenommen hat…

Variante 3: Interviewen Sie das Bild, wie es hier im Museum seine Betrachter wahrnimmt: Worauf gucken sie zuerst, wer bleibt stehen, wer geht weiter, wer kommt immer wieder…? Und warum ( Bezug auf Bildinhalte!)?

c. Im Bild (zu zweit oder zu dritt)

 vgl. auch oben „5-Sinne-Check“ ggf. als Vorarbeit:

Vorarbeit einzeln: Treten Sie ins Bild ein anstelle einer Figur (eines Objektes) auf dem Bild. Denken Sie sich ein: Was sehe/fühle/höre ich, wie heiße ich, was will ich, was mag ich, was habe ich eben gemacht, was mache ich gleich …? (Sprechen Sie im Kopf hier bereits nur in Ich-Form)

Dialog: Führen Sie ein improvisiertes Gespräch mit einer anderen Figur im Bild. Variante: Wählen Sie einen Modus: Lästern, Vorfreude, Streit, Angst…

Diskurs

A Kunstkritik (Laudatio und Verriss):

Simulieren Sie ein Streitgespräch zwischen zwei Kunstkritikern, die absolut gegensätzlicher Ansicht sind: eine/r ist restlos begeistert, der/die andere geradezu angewidert von der ästhetischen und handwerklichen Qualität des Bildes. Sammeln Sie jede/r für sich zuvor Argumente.

B Expertenrunde:

Definieren Sie vorab gemeinsam eine Leitfrage, die Sie in der Expertenrunde diskutieren wollen.

Bereiten Sie eine der folgenden Rollenperspektiven vor: der Emotionale, der Formale, der Künstler, der Besitzer, der Wissenschaftler, der unbedarfte Laie, der Zweifler, der Nörgler, der Traditionalist, der Avantgardist (weitere denkbar).

Füllen Sie Ihre Rolle mit Leben: Alter, Namen, Herkunft, Bezug zum Bild und zum Museum…

Machen Sie sich anschließend Notizen zu Ihrer Argumentation bzgl. der Leitfrage. Diskutieren Sie!

Literatur:

Schoppe A., Bildzugänge. Methodische Impulse für den Unterricht, 2011.

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